Anzeige
Bensley Collection Angkor
Das Shinta Mani Angkor, Hotel-Mutter der benachbarten Bensley-Collection; die 39 Suiten der Stadtoase blicken auf einen Palmengarten
 

Ein exquisites Haus sticht aus der patinösen Szenerie heraus: das Shinta Mani Angkor made by Bill Bensley, dem ewig jungen Enfant terrible unter den Hotel-Designern. Der Style des Boutique-Hotels mit seinen 39 Zimmern: Modern Chic trifft auf neu interpretierte Khmer-Tradition, klare Linien auf fantasievolle Opulenz. Ende 2017 wurde die feine Adresse um die exklusive „Bensley Collection“ erweitert: zehn Luxusvillen mit Dachterrassen, messinggelegten Hartholzböden und steinernen Badewannen in üppigen privaten Gärten, umfasst von Mauern, die an die wogenden Gewänder der Khmer-Könige erinnern.

Shinta-Mani-Restaurant

Trotzdem darf Bensley als Gegenmodell zu den Potentaten gelten, die Angkor ins Verhängnis führten. Baulust, nicht Bauwut, ist die Devise des ökologisch wie sozial bewegten Amerikaners, Schutz statt Ausbeutung der Natur, soziale Fürsorge statt Verheizung von Arbeitern. Darum kümmert sich eine eigens gegründete Stiftung, die „Shinta Mani Foundation“, die das „gute Herz“ (Shinta Mani auf Sanskrit) schon im Namen führt. Dutzende exquisiter Resorts in Südostasien tragen Bensleys Handschrift, stets reichert er seine glamourösen Designs mit einer Prise kreativer Verrücktheit an, die er selbst „sense of quirkiness“ nennt. Daraus folgt: Puristen sollten seine Resorts lieber meiden. Für mich gilt das nicht, als Nicht-Purist bin ich gespannt auf sein jüngstes Meisterwerk, das Regenwald-Resort Shinta Mani Wild im Süden Kambodschas.

Shinta Mani
Ein Paradies wie aus dem Dschungel-Bilderbuch: An der Nahtstelle zwischen drei Nationalparks verbindet Shinta Mani Wild Abenteuer-Urlaub mit ökologischen und sozialen Aktivitäten. Die Lage ist wahrhaft berauschend, und wer sich traut, schwebt per Seilrutsche zur Rezeption

Auf der Reise dorthin sei ein Abstecher nach Phnom Penh vergönnt. Die Anreise mit dem Speedboot ist die schönste Option, weil die Fahrt über den Tonle Sap Lake führt, den größten und reichsten See Südostasiens, in dem sich so ausgefallene Spezies wie Hubschrauberwels und der Fähnchen Messerfisch sich tummeln. Nach sechs Stunden endet die Tour in Kambodschas Hauptstadt an der Tonle-Sap-Promenade, wo der gleichnamige Fluss in den Mekong strömt. Phnom Penh hat viele Baujuwelen: den Königspalast, den Mondschein-Pavillon, die Silberpagode oder den Zentralmarkt Phsar Thmei im schönsten Art déco. Aber auch das Gebäude, in dem mein Hotel residiert, ist sehenswert: das Rosewood Phnom Penh in den obersten Etagen des Vattanac Capital Tower, der das moderne Kambodscha repräsentiert. Wer die Ausblicke aus dem Zimmer noch toppen möchte, ist ganz nach oben in die Skybar „Sora“ goldrichtig, wo man weit über den Mekong und die Dächer der Hauptstadt blickt. Für die 200 Kilometer lange Reise Richtung Süden wähle ich den Mietwagen statt der Bahn, weil die an chronischer Überfüllung leidet.

Rundreise Kambodscha
Wer Königssee oder Lago Maggiore für die weltschönsten Gewässer hält, hat den Tonle Sap noch nicht gesehen!

Unterwegs wechseln sich Grasebenen mit Palmenwäldern ab, außerdem bietet die Fahrt die üblichen Attraktionen des Verkehrs in Südostasien: türenlose Busse, hoffnungslos überladene Tuk-Tuks sowie Rinder, die auf die andere Straßenseite wechseln möchten, und vereinzelt auch Gibbons, die sich aus ihren Nationalparks verirrt haben. Drei davon, Kiritom, Bokor und Cardamom, grenzen aneinander, und genau an der Nahtstelle der Naturparadiese erstreckt sich über 350 Hektar Regenwald das „Private Nature Sanctuary“ mit dem verheißungsvollen Resort Shinta Mani Wild. Das Abenteuer beginnt schon beim Entree: Vorausgesetzt, man vertraut sich der 320 Meter langen Seilrutsche an, die den Gast zur „Landing Zone“ gegenüber der Rezeption befördert. „Das Segeln“, weiß Bensley, „über einem Baldachin aus tropischen Bäumen und dem hauseigenen Wasserfall bis ins Hotel vergisst man nicht so schnell.“ Die 15 „glamping chic“ eingerichteten Zelt-Pavillons des Resorts auch nicht.

An einem Fluss wie aus dem Dschungel-Bilderbuch stehen sie auf hohen Pfeilern, sodass die heimische Fauna – Gürteltiere, Schleichkatzen, Wildhunde oder auch Leoparden – unter ihnen hindurchwandern kann. Elefanten passen nicht hindurch, aber auch die leben natürlich in den Wäldern ringsumher.Und sie leben gut in ihrer heilen Natur, wie auch die Menschen, die hier siedeln. Denn ebenso wichtig wie das Wohl der Gäste sind Bensley ein nachhaltiger Naturschutz und die wirtschaftliche und soziale Anbindung der lokalen Bevölkerung. AußerStiftung viel Geld in soziale und schulische Projekte – auch dadurch erfahren die Einheimischen, dass sich der Schutz der Natur besser bezahlt macht als ihre Ausbeutung. Zusätzlich patrouillieren vom Resort bezahlte Ranger im Private Sanctuary, sie sind auch auf den von lokalen Guides geführten Dschungel-Expeditionen dabei, die das Resort für seine Gäste organisiert. Weitere Abenteuer sind Flussfahrten auf hoteleigenen Luxus-Booten im Bensley-Design. Für andere, gern auch maßgeschneiderte Abenteuer steht jedem Gast ein „Adventure Servant“ zur Verfügung – zusätzlich zum „Personal Butler“, der einem die eher konventionellen Wünsche von den Lippen abliest.

Six Senses Krabey Island

Zum Beispiel: zum Sonnenuntergang einen Tisch im „Waterfall Restaurant“ zu reservieren, der zusätzlich zum Gourmet-Diner aus lokalen Produkten auch noch einen bislang weltweit konkurrenzlosen Augen-schmaus serviert. So schließe ich die Resorts des „guten Herzens“ in selbiges. Und vermisse doch etwas: einen herzhaften Sprung ins offene Meer. Dazu begebe ich mich an die nahe kambod-schanische Riviera, wo gleich zwei neue Resorts längere Aufenthalte lohnen. Zum einen das Six Senses Krabey Island mit 40 Villen mit Öko-Luxus-Charme. Auf der gleichnamigen Insel betreibt es, treu seiner Tradition im Ökotourismus, eine eigene Biofarm und ein ambitioniertes Korallenzuchtprogramm.

Six Senses Krabey Island
Dass man sich an den Naturschönheiten rund um das Trauminsel-Resort Six Senses Krabey Island vor der kambodschanischen Riviera sattsieht, ist eigentlich unvorstellbar – trotzdem stünde einem abendlichen Kinobesuch nichts im Wege. Und die Beach Bar mit begrüntem Dach jederzeit offen

Und das „Aha“, einer der lukullischen Tempel des Resorts, sorgt für entsprechende köstliche Erlebnisse. Die Alternative wäre das ebenfalls 2018 eröffnete Boutique-Resort Alila Villas Koh Russey mit 50 Pavillons und 13 Villen auf einer kleinen Privatinsel im Koh-Rong-Archipel. Auch hier wird, unbeschadet aller Luxus-Features wie Top-Restaurants und Nobel-Spa, größter Wert auf Umweltschutz gelegt. Ach, rufe ich mir selbst in der hoteleigenen Baumschule zu, die hilft, die Vielfalt der einheimischen Flora zu sichern: Hätten doch nur die Jayavarman-Könige von Angkor schon die Weisheit besessen, die in der Bensley Collection, bei Six Senses und Alila herrscht! Dann wäre Angkor vielleicht immer noch die größte und lebendigste Stadt der Welt.

Zu dieser Reise hat der Herrschinger Tour Operator Trauminsel Reisen ein passendes Paket geschnürt:
– 4 Nächte Shinta Mani Angkor (Ü/F Superior Garden Wing)
– Flug nach Sihanoukville und Transfer ins Shinta Mani Wild Camp
– 3 Nächte Shinta Mani Wild Camp (All inclusive)
– Transfer nach Koh Russey
– 6 Nächte Alila Villas Koh Russey (Ü/F Garden Pavillion)

p. P. 4150 Euro (Flüge ab/bis Deutschland zubuchbar)

trauminselreisen.de

SHintA MAni AngKOr
Boutique-Hotel mit 39 Zimmern im Herzen von Siem reap mit Palmengarten. Ab 150 Euro, shintamani.com/angkor
SHintA MAni AngKOr – BEnSlEy COllECtiOn
2017 debütierte in der Stadt-Oase dieses Ensemble aus zehn exklusiven Villenanlagen mit privaten gärten und Pools.
Ab 750 Euro, bensleycollection.com

SHintA MAni Wild
das zweite resort im Portfolio der Bensley Collection mit 15 glamourösen tent-Pavillons bildet auf 375 Hektar unberührter
natur die nahtstelle zwischen drei nationalparks. So vorbildlich wie das Camp sind vor Ort die ökologischen und
sozialen Engagements der Shinta Mani Foundation. Ab 1900 dollar, bensleycollection.com

rOSEWOOd PHnOM PEnH
Fünf-Sterne-Adresse in den obersten 14 Etagen des 188 Meter hohen Vattanac Capital tower über den dächern Phnom
Penhs mit traumblick auf die Stadt und den Mekong. Ab 250 Euro, rosewoodhotels.com

Six SEnSES KrABEy iSlAnd
das paradiesische Privatresort auf der gleichnamigen insel ist die Hotel-Premiere von Six Senses in Kambodscha.
Villen, Spa, Küche: 5 Sterne (+), ebenso die naturschutzprogramme. Passage vom Festland mit dem Hotel-Speedboot
(15 min.). Ab 300 Euro, sixsenses.com

AlilA VillAS KOH ruSSEy
Wie ihre nachbarinsel Krabey ist auch russey ein tropischer garten Eden vor der kambodschanischen riviera. die
Pavillons und Villen des resorts haben Zen-Flair, top sind auch Spa, Küche und umweltschutz-Projekte. Ab 300 Euro,
alilahotels.com/kohrussey

Die 10 besten Resorts der Welt

Erleben Sie die Top 10 Resorts weltweit, gewählt von den Lesern der TRAVELLER’S WORLD

Seite 1