Paris
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Hausse an der Kunst-Börse

Jahrelang galt die Pariser Kunstwelt als ein Schatten ihrer selbst. Doch nun zeigt eine pulsierende neue Szene, dass man sie zu früh abgeschrieben hat

Text: Patricia Engelhorn

Von außen wie von innen sehenswert: der Rundbau der denkmalgeschützten Bourse de commerce im Hallenviertel

An einem noch sonnigen Spätnachmittag Mitte Oktober sammelt sich eine dichte Menschentraube vor dem Eingang eines eleganten Pariser Hôtel Particulier aus dem 19. Jahrhundert. Zu sehen sind Frauen mit hohen Absätzen, Männer mit langen Haaren, Outfits von Shabby Chic bis very chic sowie jede Menge Küsschen, Umarmungen und anderen Sympathiebekundungen – die Kunstszene der französischen Kapitale trifft sich und feiert eines der Highlights der diesjährigen Herbstsaison: die Eröffnung der Kunstgalerie Hauser & Wirth. Sie bespielt einen vierstöckigen neoklassischen Stadtpalast in der schicken Rue François 1er, gleich um die Ecke der eleganten Shopping-Meile Avenue Montaigne und der Champs- Élysées, und zeigt zum Auftakt die erste Solo-Ausstellung des gefeierten Afroamerikaners Henry Taylor in Europa.
„Ça y est!“, hat der aus Los Angeles stammende Künstler auf ein ganz alltägliches weißes Papierblatt notiert, das im Eingang der Galerie neben einem seiner gut zwei Meter hohen, aus übergroßen bunten Plastikbehältern geformten Bäume an der Wand hängt. Er hätte noch „endlich“ dazuschreiben können. Denn die Schweizer Galeristen Iwan und Manuela Wirth, die zu den ganz großen Playern auf dem internationalen Kunstparkett zählen, haben nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass sie nach perfekten Räumen für einen Ableger in Paris gesucht haben. „Ich freue mich, dass diese Suche nun ein Ende hat“, sagt Iwan Wirth.

Die Eröffnung der Top-Galerie ist der aktuell jüngste Nachweis eines Phänomens, das man kaum noch übersehen kann: Paris erlebt gerade ein Kunst-Momentum. Nachdem die französische Hauptstadt bis vor Kurzem unter Insidern nur noch als Ort mit großer Geschichte und wenig glanzvoller Zukunft gegolten hatte, drängen jetzt Galeristen, Kuratoren und Kunstmessen an die Seine. „Paris, Europe’s Former Art Capital, Is Back on Top“, titelte die „New York Times“. Art Paris, eine seit 25 Jahren alljährlich stattfindende Messe für moderne und zeitgenössische Kunst, spürt das hautnah. Jahrelang musste sie darum kämpfen, namhafte Galerien zur Teilnahme zu bewegen, in diesem Jahr gab es plötzlich 350 hochkarätige Bewerbungen für die 134 Plätze.

Die Schweizer Galeristen Hauser & Wirth eröffneten im Herbst ihre neuen Pariser Räume mit der ersten Ausstellung des Amerikaners Henry Taylor in Europa

Das mag an der Location liegen: Art Paris war die erste wichtige Kunstveranstaltung, die 2021 im wunder- schönen, gerade erst fertig gestellten Grand Palais Éphémère stattfand. Die temporäre Veranstaltungshalle steht zwischen dem Eiffelturm und der École militaire, wurde vom Studio des Star-Architekten Jean-Michel Wilmotte als Alternative zum derzeit wegen Renovie- rungsarbeiten geschlossenen Grand Palais entworfen und soll nach den Olympischen Spielen im nächsten Jahr wieder abgebaut werden. Neben großen Aus- stellungen, etwa des bekannten deutschen Malers und Bildhauers Anselm Kiefer, fanden hier auch eine Chanel-Modenschau, das internationale von Hermès organisierte Springreitturnier Saut Hermès oder die Food-Messe Taste of Paris statt. Ab dem 16. Dezember zeigt der deutsche Modefotograf Jürgen Teller in der lichtdurchfluteten Halle seine längst berühmten und seine neuen Arbeiten.

Doch es ist nicht der Ort allein. „Wir erleben eine Bewegung, die historisch ist“, sagt Art-Paris-Direktor Guillaume Piens. „Ich organisiere seit 23 Jahren Kunst- Ausstellungen, doch so einen Andrang habe ich noch nie gesehen. Auch dass renommierte ausländische Galerien neue Standorte in Paris eröffnen, war schon lange nicht mehr der Fall.“ Der New Yorker Mega-Galerist David Zwirner kam 2019, 2020 eröffnete White Cube aus London, die renommierte Kunstmesse Art Basel startete 2022 ihren Ableger Paris+ par Art Basel, der im Oktober dieses Jahres in nur drei Tagen 154 Galerien aus 34 Ländern sowie 38 000 Besucher empfang – übrigens auch im Grand Palais Éphémère.

Paris virbriert, kunstmässig jedenfalls

Die Stadt der Liebe ist auch wieder zum Top-Ziel für Kunsthändler und Sammler geworden. Zu verdanken ist das mehreren Faktoren, unter anderem dem Brexit, der Londons Pole-Position als europäische Galerien-Metropole geschwächt hat, aber auch dem nachlassenden Interesse an Berlin, das längst nicht mehr so billig, schräg und easy going ist, wie es einmal war. Gleichzeitig hat sich das Image von Paris gewandelt. In den letzten drei bis vier Jahren ist aus einer Stadt mit ausgezeichneten Museen, aber verschlafenen, konservativen und dem Wandel wenig zugeneigten Galerien ein Ort geworden, an dem sich sowohl etablierte als auch junge Kunsthändler aus aller Welt wohlfühlen. Zu den Neuankömmlingen gehört die französisch-somalische Galeristin Mariane Ibrahim mit Stammsitz in Chicago, die im Herbst 2021 ihre Dependance in Paris eröffnete und mit der Gruppenausstellung „J’ai deux amours“ einen aufsehenerregenden Auftakt vorlegte. Die Galerie besetzt ein ganzes Gebäude an der Avenue Matignon, die mit prominenten Kollegen wie Lelong, Perrotin, Mennour, Gagosian und White Cube als goldenes Dreieck der Kunstszene gilt. Ebenfalls neu: die Pariser Dependance des Zürcher Galeristen Peter Kilchmann im malerischen Marais, ein für coole Modeläden, Gay-Bars und Falafel-Restaurants aber auch für kosmopolitische Kunstgalerien bekannter Stadtteil.

Als wichtigste Treiber des neu erwachten Pariser Kunstschauplatzes gelten allerdings die großen Kunststiftungen der Stadt und deren private Ausstellungstempel – etwa die Ende 2021 eröffnete Bourse de Commerce der Pinault Collection. Wer den ikonischen Rundbau im Hallenviertel dieser Tage besucht, sieht zunächst die silberglänzende „Horse and Rider“-Skulptur des Amerikaners Charles Ray vor dem Eingang, dann Mike Kelleys spektakuläre Kandors – irreale, von innen bunt beleuchtete Kunstharz-Miniaturmetropolen mit dazugehörenden Glasglocken –, die in der von Tadao Ando fantastisch ausgebauten Rotunde der ehemaligen Pariser Börse noch bis zum 19. Februar 2024 zu sehen sind. Doch ganz gleich, was hier gezeigt wird: Dieses Museum mit seiner 40 Meter hohen Kuppel, dem gigantischen Deckengemälde und den höchst lebendig wirkenden ausgestopften Tauben, die der italienische Objekt- und Installationskünstler Maurizio Cattelan auf die Balustrade direkt unter die Glaskuppel des Rundbaus gesetzt hat, ist eine Augenweide. So empfinden es offenbar auch die täglich fast 3500 Besucher, die sich hier teilweise unbequeme, oft schwer verständliche Kunst ansehen – eine Zahl, die für ein noch relativ neues zeitgenössisches Museum ein Rekord ist.

Rekordverdächtig sind allerdings auch die Summen, die sich Bourse-Inhaber François Pinault das Vergnügen kosten lässt. Das Budget des Milliardärs und Unternehmers, zu dessen Konzern unter anderem Luxuslabels wie Gucci, Yves Saint Laurent und Alexander McQueen gehören, kennt keine Grenzen und übertrifft jenes der besten staatlichen Museen um ein Vielfaches. Eine „Le Monde“-Journalistin berichtete kürzlich von einer Shopping-Tour in New York, die sie begleiten durfte: In wenigen Tagen kaufte Mr. Pinault Kunst im Wert von 20 Millionen Euro. Doch er kauft nicht für sich allein, sondern verleiht seine Kunstwerke großzügig an öffentliche Museen, die ihre Ausstellungen anders oft gar nicht machen könnten. Im vergangenen Jahr unterstützte die Collection Pinault das nicht eben unbedeutende, aber finanziell deutlich weniger schlagkräftige Centre Pompidou mit Werken des amerikanischen Bildhauers Charles Ray, organisierte eine Doppelausstellung in beiden Häusern und bezahlte den dazugehörenden Katalog. Ob das reine Nettigkeit oder kaltes Kalkül war, spielt keine Rolle – zwei Ausstellungen sorgen für mehr Buzz als eine, beide Museen profitierten davon.

Das teilweise beispiellose Zusammenspiel von privaten Stiftungen und staatlichen Institutionen dürfte den geheimnisvollen Höhenflug der aktuellen Pariser Kunstszene zumindest teilweise erklären. Man kennt und schätzt sich eben: Emma Lavigne, die glamouröse Direktorin der Bourse de Commerce, leitete davor das Pariser Palais de Tokyo, ein staatliches Museum für zeitgenössische Kunst. Die futuristische, von Star-Architekt Frank Gehry entworfene Fondation Louis Vuitton, die Bernard Arnault, dem zweitreichsten Mann der Welt und Chef des weltweit größten Luxusgüterkonzerns Louis Vuitton Moët Hennessy (LVMH), gehört, untersteht der dem Musée d’Art Moderne de Paris abgeworbenen Kuratorin Suzanne Pagé. Und der Belgier Chris Dercon – ehemaliger Direktor des Haus der Kunst in München und der Tate Modern in London – wechselte gerade erst im Juni von den nationalen Museen des Grand Palais zur privaten Fondation Cartier, die Ende nächsten Jahres als zweiten Standort einen vom französischen Architekten Jean Nouvel umgebauten Palais direkt gegenüber dem Louvre beziehen wird.

„Wir müssen die nationalen Museen stärken, damit sie nicht untergehen“, glaubt Chris Dercon. Das hilft am Ende allen: den Museen, den Galerien, den Kunstmessen und den Stiftungen – eigentlich der ganzen Stadt. Denn nur eine lebendige, vielseitige und internationale Kunstszene lockt kaufkräftige Sammler, bedeutende Künstler und Kunst-interessierte Besucher an. Ohne die wären „back on top“ und das Pariser Momentum ganz schnell wieder vorbei.

Hauser & Wirth, 26 bis Rue François 1er, T. +33.1.57 95 19 60, hauserwirth.com
Grand Palais Éphémère, 2 Pl. Joffre, T. +33.1.40 13 48 00, grandpalais.fr

David Zwirner, 108 Rue Vieille du Temple, T. + 33.1.85 09 43 21, davidzwirner.com
White Cube, 10 Avenue Matignon, T. +33.1.87 39 85 97, whitecube.com

Mariane Ibrahim, 18 Avenue Matignon, T. +33.1.81 72 24 60, marianeibrahim.com
Bourse de commerce, 2 Rue de Viarmes, T. +33.1.55 04 60 60, pinaultcollection.com

Fondation Louis Vuitton, 8 Avenue du Mahatma Gandhi, T. +33.1.40 69 96 00, fondationlouisvuitton.fr
Fondation Cartier, 261 Boulevard Raspail, T. +33.1.42 18 56 50, fondationcartier.com

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Frankreichs neuer Koch

Er gilt als neues Wunderkind der französischen Spitzenküche und Darling der Pariser Modeszene. Er modelt für Ralph Lauren und kocht für Louis Vuitton: Mory Sacko ist das gut gelaunte Gesicht des neuen Frankreich

Text: Patrizia Bröhm

Mory Sacko ist Frankreichs neues Wunderkind der Küche.
Mory Sacko ist Frankreichs neues Wunderkind der Küche

Man musste schon ausgemachter Optimist sein, um im Corona-Jahr 2020 ein Restaurant zu eröffnen. Mory Sacko ist einer. Im Frühjahr, während des ersten Lockdowns, war er durch die Koch-Show „Top Chef“ frankreichweit bekannt geworden. So hatte er mit schlaksiger Eleganz und breitem Lächeln die Herzen der Zuschauer erobert. Im Herbst eröffnete er dann auch schon sein eigenes Restaurant „MoSuke“ in Paris, zwei Monate vor dem nächsten Lockdown.

Doch die wenigen Wochen hatten genügt, um dem jungen Talent hymnische Besprechungen in den wichtigsten Tageszeitungen zu sichern – und einen Michelin-Stern, der Anfang 2021 verliehen wurde. „Ich war völlig perplex“, sagt der heute 30-Jährige. Von da an geht es nur noch bergauf für den Sohn von Einwanderern aus Mali. Das Restaurant-Ranking „La Liste“ ruft ihn als eines der weltweit fünf größten Talente aus, das „Time“- Magazin benennt ihn, in einer Reihe mit Greta Thunberg und der Blockbuster-Heldin Tessa Thompson, zum „next generation leader“ aus. Als der Sender France 3 ihm dann eine eigene Fernsehshow anträgt, bekommt Sacko Zweifel: Wird das TV-Publikum einen Zwei-Meter-Mann mit afrikanischen Wurzeln und Dreadlocks als Host akzeptieren? Er macht sich auf einen Shitstorm gefasst. Stattdessen wird das Format, in dem er die Rezepte und Spezialitäten von Frankreichs Regionen erkundet, mit bis zu 1,6 Millionen Zuschauern ein Riesenerfolg.

Mory Sacko´s kleines Restaurant "MoSuke" in Montparnasse ist bewusst puristisch gehalten.
Das kleine Restaurant MoSuke in Montparnasse ist bewusst puristitisch gehalten

„Es ist ein Zeichen, dass sich die Dinge in Frankreich ändern“, träumt Sacko. Sein kleines Restaurant in Montparnasse wird in kürzester Zeit nicht nur zu einem Symbol für die neue Offenheit der französischen Küche, sondern auch zum Hoffnungsträger für junge Menschen aus den Banlieues. Viele schreiben ihm Briefe. „Früher wollten dort, wo ich herkomme, alle Fußballer oder Popstar werden“, sagt er. „Heute träumen sie von einer Karriere als Chef.“ Das macht ihn stolz: „Ich hatte nie den Plan, ein Role Model zu werden. Aber genau das ist passiert.“ Sein Küchenstil? Ein sehr persönlicher Mix aus französischen, afrikanischen und japanischen Einflüssen.

Mittelpunkt MoSuke: Wo Afrika auf Frankreich trifft

Im „MoSuke“, dessen lichter Gastraum in Weiß und hellem Bambusholz gehalten ist, werden Gerichte serviert, die man so nirgendwo anders bekommt. Dazu gehören bretonische Seezunge, im Bananenblatt auf den Punkt gegart und mit der japanischen Würzmischung Togarashi aromatisiert. Dazu wird Attiéké, fermentierter Maniok, wie man ihn an der Elfenbeinküste isst, serviert. Und als Dessert folgt marinierte Ananas mit Hibiskus-Sorbet und kandiertem Shiso-Blatt. Für Mory Sacko, der im Pariser Westen aufwuchs, bedeutet die Küche Afrikas Heimat. So versammelte sich in seiner Kindheit etwa jeden Abend die Familie rund um den Tisch. Seine Mutter, eine begeisterte Köchin, servierte daraufhin ihre scharf gewürzten Gerichte: „Wir waren neun Geschwister zuhause, das Abendessen war immer eine große Party.“

Es sind die Zutaten und Einflüsse aus Mali und dem Senegal, wo seine Mutter aufwuchs, die seine eigene Küche heute so unverwechselbar machen. Kochbananen, Maniok-Wurzeln oder Akpi-Nüsse aus Kamerun, die nach Schokolade duften, kauft er im 18. Arrondissement, wo Paris beinahe aussieht wie Dakar oder Bamako. Und wenn er mit einem afrikanischen Rezept nicht weiterkommt, ruft er einfach seine Mutter an.

Japanische Bezüge

Der Name „MoSuke“ steht allerdings nicht nur für Afrika, sondern auch für Japan als Inspiration der Küche. Zum Beispiel bei gegrilltem Hummer mit fermentierter Paprika, Tomate und Miso. Dessen Umami-Power gibt ein spannungsreiches Spiel mit der delikaten Süße des Krustentiers und der feinen Säure der Peperoni ab. Tatsächlich kombiniert „MoSuke“ seinen Namen mit „Yasuke“ – so hieß ein afrikanischer Sklave, der im Japan des 16. Jahrhunderts als „schwarzer Samurai“ zur Legende wurde und dessen Leben Stoff einer Netflix-Serie war.

Die Teller im MoSuke sind alle hochästhetisch angerichtet. Wie hier geräucherter Aal, mit Sepiatinte gefärbte Pasta.
Die Teller im MoSuke sind alle hochästhetisch angerichtet. Wie hier geräucherter Aal und mit Sepiatinte gefärbte Pasta

Inspiriert von der Küche seiner Mutter und TV-Dokumentationen über französische Palasthotels, schreibt er sich mit 15 Jahren an der Hotelfachschule ein. Erst dort entdeckt er die kulinarische Welt jenseits von Poulet Yassa (mit Zitrone und Zwiebeln) oder Boeuf Mafé (mit Erdnusssauce). Ganz fasziniert von der großen französischen Küchentradition, betont er: „Ich hatte keine Großmutter, die Boeuf bourguignon kochte, für mich war das eine ganz neue Dimension.“ Heute zieren einige der besten Pariser Adressen seinen Lebenslauf, vom Royal Monceau (bei Nobu Matsuhisa) über das Shangri-La bis zum Mandarin Oriental, wo er in Spitzenkoch und Japan-Liebhaber Thierry Marx seinen Mentor findet.

Mory Sacko in der Küche beim Anrichten
„Ich bin ein Franzose des 21. Jahrhunderts. Frankreich sieht heute auch ein Stück weit so aus wie ich“, so Mory Sacko, Jahrgang 1992

Rasante Karriere Richtung Kocholymp

Schnell steigt er in der Hierarchie auf. Als er sich bei „Top Chef“ bewirbt, ist er Marx’ Souschef. Schon damals träumt Mory Sacko vom eigenen Restaurant in Paris. Heute führt er nicht nur das „MoSuke“, sondern unter dem Label „MoSugo“ auch zwei trendige Fastfood-Konzepte , weitere sind in Planung. Für Aufsehen sorgte im Sommer 2022 das Pop-up „Mory Sacko at Louis Vuitton“ in St. Tropez. So entdeckte auch die Pariser Modeszene den coolen Chef gleich von Anfang an für sich. Bald modelte Mory Sacko für Ralph Lauren und caterte für Emmanuel Macron. Die Dependance an der Côte d’Azur ergab sich aus einer Zusammenarbeit mit Louis Vuitton. Thunfisch in Bissap- Vinaigrette mit geräucherter Paprika oder geröstete Seebrasse im Bananenblatt mit Kokosnuss schmeckten auch der It-Crowd an der Riviera. Die Fans hoffen darauf, dass das stylish inszenierte Lokal im Hotel White 1921 diesen Sommer wieder aufpoppt.

Wovon träumt einer, der scheinbar alles erreicht hat? „Irgendwann möchte ich ein Restaurant in Afrika eröffnen, vielleicht an der Elfenbeinküste oder im Senegal.“ Vorläufig aber ist er vor allem auf eines nämlich stolz. Denn er hat bewiesen, dass man auch als Kind der Vorstadt mit afrikanischen Rezepten einen Stern erkochen kann.

MoSuke, Rue Raymond Losserand, 75014 Paris, T. 0033.1.43 20 21 39, mosuke-restaurant.com

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